Daimler-Chef prognostiziert geringere Gewinnmargen für die nächsten Jahre

Im Rahmen der Hauptversammlung am Donnerstag hat Vorstandschef Dieter Zetsche viele Worte zur Zukunft von Daimler verloren – unter anderem auch, dass der Konzern in naher Zukunft mit geringeren Gewinnmargen rechnen muss.

Die Zukunft von Daimler liegt, wie auch von den anderen Herstellern, in der E-Mobilität. Mehr Elektroautos sind gut für die CO2-Bilanz, allerdings nicht für die Konzern-Bilanz, so Zetsche. Im Zuge des Wandels müssen Opfer in Kauf genommen werden, die in diesem Fall die schwarzen Zahlen des Konzerns sind.

Konkret will der Automobilkonzern ab 2019 das erste vollelektrische Auto der Marke EQ in Serie fertigen. Neun weitere Modelle sollen daraufhin folgen. Bis 2022 soll in jedem Segment von Mercedes ein E-Fahrzeug zum Kauf zur Verfügung stehen, so der Plan.

Diese Neuausrichtung des Konzerns kostet natürlich eine ordentliche Stange Geld, weshalb Zetsche bereits gegen Ende letzten Jahres ein Sparprogramm auf die Beine gestellt hat, welches zusätzliche vier Milliarden Euro freispielen soll. Um eine zeitnahe Umsetzung zu ermöglichen werden in dieser Hinsicht den Aktionären geringe Renditen in Aussicht gestellt.

Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung 2018 in Berlin
Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung 2018 in Berlin

Daimler: Diesel und selbstfahrende Autos haben Zukunft

Das Diesel-Aggregat ist in den letzten Wochen oft in den Schlagzeilen zu finden gewesen und auch Zetsche hat sich dazu geäußert. Er spricht sich ganz klar gegen diverse Fahrverbot aus. Darüber hinaus kommt für ihn auch die Hardwarenachrüstung von Diesel-Autos nicht in Frage.

Im Hinblick auf das autonome Fahren hat Zetsche ebenfalls eine klare Meinung: Das Unfallrisiko wird mit den selbstfahrenden Autos deutlich sinken. Aufgrund des kürzlich tödlichen Unfalls durch ein selbstfahrendes Auto von Uber sowie einem Toten mit einem Tesla gerieten die Fahrzeuge ins Kreuzfeuer vieler Gegner.

Quelle: dpa

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